Christian Wolff und die hessischen Universitäten.
Herausgegeben von Wilhelm A. Eckhardt und Gerhard Menk.
(Beiträge zur hessischen Geschichte 18). 2004. 64 Seiten mit 16 Abb., davon 2 in Farbe.

ISBN 3-87822-118-5.
Euro 9,80

Wenn sich mit Christian Wolffs Wirken in Marburg (1723 - 1740) die große Zeit der Marburger Universität im 18. Jahrhundert verbindet, so hätte schon viel früher die Chance bestanden, den großen Aufklärungsphilosophen an eine der hessischen Universitäten zu holen. Denn 1705 bestand die Möglichkeit, den damals noch am Anfang seiner großen Karriere stehenden Wolff für die Gießener Ludoviciana zu gewinnen. Die Berufung kam nach längeren Verhandlungen nicht zustande, überwiegend wohl aus finanziellen Gründen. Der Beitrag von Gerhard Menk über das Scheitern der Berufungspläne (S.7-39) berührt nicht nur die Gießener Universität, sondern vermittelt auch Einblicke in die personelle Situation zahlreicher deutscher Universitäten zu Anfang des 18. Jahrhunderts.

Die Beiträge von Wilhelm A. Eckhardt befassen sich mit Einzelaspekten der Marburger Zeit Wolffs. Der Aufschwung, den die Universität durch Wolffs Wirken genommen hat, und sein Einfluß bei Hofe werden an Hand eines Berichts von 1731 über den Besuch König Friedrichs von Schweden in Marburg deutlich (S.47-64); dieser Bericht erlaubt auch die Beantwortung der Frage, wo Wolff in Marburg gewohnt hat, und zerstört damit eine Legende (S.39-46)